Professor Schweigger zweifelt an der Möglichkeit einer Hornhauttransplantation, unterstützt allerdings die Versuche seines Assistenten Dr. Sellerbeck dazu. Er nahm die Hornhaut eines zweieinhalbjährigen Kindes, dessen Auge aufgrund eines Glioms entfernt werden musste, und transplantierte sie einem Patienten, welcher vor zwei Jahren durch Blennorrhöe erblindete. Nach fünf Monaten ergaben die Untersuchungen, dass sein Sehvermögen auf diesem Auge so schlecht war, dass man das Auge blind nennen müsste. Und dies trotz der für Schweigger bestmöglichsten Umstände. Er schließt, dass das Anwachsen der transplantierten Hornhaut und ihr Durchsichtig bleiben mehr seien, als man von der Natur erwarten könnte.
Schweigger, Karl Ernst Theodor (1878): Der Endausgang der pag. 5-12 beschriebenen Hornhauttransplantation. In: Archiv für Ophthalmologie, Bd. 24, Abth. IV, S. 318–320.
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